2014 Schulerweiterung Simbabwe

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Neues aus Simbabwe !

Nach langer Zeit der freudigen Erwartung sind Anfang Oktober – pünktlich etwa 6 Wochen vor der 37. Runde unseres Impression Musicales – endlich die ersten Nachrichten von unserem neuen Projekt in Simbabwe eingetroffen.
Unser Projekt befasst sich mit dem Bau eines Klassenblocks mit Bücherei und dazugehörigem Inventar an der Daluka Primary School im Distrikt Lupane.
Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Aktion Palca und des Afrikaprojektes von Dr. Hans Schales. Dr. Schales, der lange Zeit als Chefarzt der Gynäkologie im Krankenhaus Dudweiler tätig war, erfüllte sich 2001 einen Lebenstraum und fuhr mit einem Containerschiff nach Afrika, um dort im armen und politisch sehr instabilen Simbabwe als Arzt zu arbeiten. Mit Hilfe des Afrikaprojektes, das von ihm ins Leben gerufen wurde und das sein Sohn Oliver Schales von Saarbrücken aus betreut, versucht er seitdem nach und nach durch Spendengelder die medizinische und schulische Lage in dem von Armut und Diktatur gebeutelten Land zu verbessern.
Sehr zu unserer Freude war es Dr. Schales im Frühjahr dieses Jahres sogar möglich, bei einem „Heimaturlaub“ an einer unserer allwöchentlichen Sitzungen teilzunehmen. Die von ihm geschilderten Eindrücke vom Leben und Leiden in Simbabwe waren mehr als beeindruckend und für jeden Palcaner eine Bereicherung.
Mit Dr. Schales und den Mitarbeitern des Afrikaprojektes als vertrauenswürdige Bezugspersonen vor Ort, sowie dem guten, regelmäßigen Kontakt zu Herrn Oliver Schales in Saarbrücken waren so ziemlich schnell alle Voraussetzungen für den Start eines erfolgreichen Projekts gegeben. Nach regem Austausch und genauer Planung war alles Notwendige geklärt, um im Juni 2014 den Startschuss für den Bau erteilen zu können.
Der Baubericht und die Bilder, die nun Anfang Oktober bei uns eingetroffen sind, haben uns in mehrfacher Hinsicht sehr positiv überrascht. Nicht nur die Tatsache, dass der Klassenblock voraussichtlich bis Ende 2014 fertiggestellt sind, war für uns eine sehr erfreuliche Botschaft, sondern auch, dass, wie auf den Bildern zu sehen ist, ein sehr großer Teil der dort lebenden Menschen, unter anderem auch viele Eltern, an den Arbeiten beteiligt sind.
Dies ist genau das, was wir uns unter unserem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ für unsere Projekte erhoffen.
Insgesamt 20.000 Euro werden in den kommenden Monaten nach Simbabwe zur Finanzierung des Projektes überwiesen. Von diesem Betrag werden nach Absprachen mit den Verantwortlichen des Afrikaprojektes folgende Kosten gedeckt:  der Transport der Baumaterialien von lokalen Quellen zur Baustelle, das Hochziehen der Wände sowie die Bodenverlegung, die Beschaffung und Verarbeitung des Dachmaterials, das Einhängen der Türen und Fenster, die Versiegelung, die Isolierung, sowie das Streichen und die Beschaffung und Einrichtung von Unterrichts-, Schul- und Bibliotheksinventar.

Was Dr. Schales bei seinem Besuch in unserer Sitzung immer wieder betonte, ist, wie wichtig ausreichende Bildungsmöglichkeiten innerhalb eines Landes wie Simbabwe, das besonders häufig mit politischen und sozialen Unruhen zu kämpfen hat, sind. Denn Bildung ist eines der wenigen Mittel um der Korruption und der politischer Beeinflussung entgegenzuwirken, die innerhalb der Diktatur allgegenwärtig sind.
Durch dieses Gemeinschaftsprojekt erhoffen wir uns zumindest einigen Menschen in Simbabwe eine Chance auf Lebensqualität und Zukunftsperspektiven durch ausreichende Bildung zu ermöglichen.